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Die 27. Etage

Die 27. Etage
Bewertung:
Humor: 30%30%
Action: 70%70%
Spannung: 100%100%
Erotik: 10%10%
Anspruch: 70%70%
Gesamtbewertung:
Meisterwerk!
Meisterwerk!

Film bewerten
OT: Mirage
Psychothriller
USA 1965
Regie: Edward Dmytryk
Buch: Peter Stone, Howard Fast (Roman)
Musik: Quincy Jones, Wallace Worsley
Produzent: Harry Keller
Darsteller: Gregory Peck, Diane Baker, Walter Matthau, Kevin McCarthy, Jack Weston, Leif Erickson, Leif Erikson, Robert H. Harris, Walter Abel, George Kennedy


Kurzinhalt:
Der Atomwissenschaftler David Stilwell, der durch ein Schockerlebnis sein Gedächtnis verlor, sieht sich als möglicher Mörder von mehreren Organisationen verfolgt. Ein Besuch bei einem Psychiater und die Recherchen eines von ihm engagierten Privatdetektivs blieben erfolglos. Doch allmählich kehrt die Erinnerung an die grausigen Geschehnisse Stück für Stück in sein Gedächtnis zurück, und er weiß bald, dass er zuviel weiß...

Edward Dmytryk inszenierte einen verblüffend-verwirrenden Thriller, vortrefflich und effektvoll sowie sehr gut gespielt. "Die Produktion war von jener Art, die den Regieberuf als befriedigendste und dankbarste Arbeit auf der Welt erscheinen läßt", sagt Dymytryk in der Biographie "Edward Dmytryk, film director".




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📝 geschrieben von 8martin

Trugbilder
Thematisch und vom Spannungsaufbau her gesehen ein zeitloser Klassiker. Über Dreiviertel des Films glaubt man, David Stillwell (Gregory Peck) leidet unter Gedächtnisverlust. So wie es schon hundertmal vorgekommen ist. Erst am Ende wird es deutlich, dass es um seine Formel geht, durch die nukleare Strahlung neutralisiert werden kann und hinter der ein Großkonzern her ist. David war wohl ein Physikochemiker, der sie entwickelt hat.
Mit Mord und Totschlag wird Davids Gedächtnislücken auf die Sprünge geholfen. Gleich am Anfang gibt es einen symbolträchtigen Blackout und einen Fenstersturz. Hat David seinen Chef Charles Calvin (Walter Abel) ermordet? Er versucht sich mit Detektiv Caselle (Walther Matthau) zu erinnern. Herrlich wie die Trugbilder (Originaltitel) in Davids Gedächtnis erscheinen: vorher und nachher: Vielmehr geschieht noch außen herum um die zentrale Handlung: David liest ‘Die dunkle Seite des Geistes‘, ein kleines Mädchen kocht für David und seine frühere Freundin Shela (Diane Baker) pantomimisch Kaffee.
In einem ersten Teil wird eine Entwicklung geschildert, die zwischen Schein und Sein oszilliert, zwischen Wahrheit und Trugbild. Eine kurze Liebesgeschichte bringt Entspannung, wobei nicht ganz klar wird, welche Rolle Shela wirklich spielt. Im dritten Teil schießt die Spannung erst richtig durch die Decke: David ist auf der Flucht. Die Erinnerungen kommen bruchstückhaft wieder, werden auch psychologisch erklärt: Sein Gedächtnis versagte, weil er einen Schock erlitten hatte, sein Bewusstsein wurde verletzt. Und dann gibt es ja noch den Major (Leif Erickson). Er steht an der Spitze einer menschenverachtenden Organisation, die über Leichen geht, um Profit zu machen. (‘The Future is Here‘). Für ihn sind Menschen bloß Zahlen, wie Ameisen.
Ein Showdown versammelt alle wichtigen Akteure in einem Raum. Wir erfahren was wirklich geschah. Ganz kurz und blitzschnell. Schon vorher gab es bereits immer mal wieder Retros, die betonten oder erläuterten Zusammenhänge.
Genial bis ins kleinste Detail. Edward Dmytryk hat 1965 einen Film geschaffen, der bis heute nichts an Aktualität verloren hat. Manche sehen hier eine Verarbeitung seiner persönlichen Erfahrungen in der McCarthy Ära.

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