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Der Tag der Eule

Der Tag der Eule
Bewertung:
Humor: 10%10%
Action: 20%20%
Spannung: 30%30%
Erotik: 20%20%
Anspruch: 80%80%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

OT: Il Giorno Della Civetta
(Don Mariano weiß von nichts / Don Marino weiß von nichts)
Politthriller
Frankreich/Italien 1968
Regie: Damiano Damiani
Buch: Damiano Damiani, Ugo Pirro, Leonardo Sciascia (Roman)
Musik: Giovanni Fusco
Produzent: Ermanno Donati, Luigi Carpentieri
Darsteller: Claudia Cardinale, Franco Nero, Lee J. Cobb, Tano Cimarosa, Nehemiah Persoff, Ennio Balbo, Ugo D'Alessio, Fred Coplan, Giovanni Pallavicino, Giuseppe Lauricella, Vincenzo Falanga, Laura De Marchi


Kurzinhalt:
Eine sizilianische Kleinstadt in den sechziger Jahren. Der aus Norditalien stammende Carabinieri-Hauptmann Bellodi wird in eine kleine sizilianischen Stadt beordert und mit der Aufklärung des Mordfalles Colaberna beauftragt. Das erste Verhör führt der junge Polizist mit Rosa Nicolosi, die mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in einem Haus wohnt, das Nahe der Stelle liegt, wo der ermordete Bauunternehmer aufgefunden wurde. Bellodi, der es zunächst ablehnt, die in Sizilien üblichen Untersuchungsmethoden anzuwenden, stößt auf eine Mauer des Schweigens und der Ablehnung. Weder Rosa noch irgend jemand anderer aus der Gemeinde will etwas wissen. Dennoch kann Bellodi in Erfahrung bringen, dass der Bauunternehmer durch die Mafia beseitigt wurde, weil er sich nicht unter Druck setzten ließ. Es gelingt Bellodi, der jungen Rosa, deren Mann seit dem Mord spurlos verschwunden ist, durch einen Trick den Namen eines Gefolgsmannes von Don Mariano Arena, dem Chef der lokalen Mafia, zu entlocken. Nach weiteren Recherchen lässt Belloni die beiden Mafiosi verhaften. Aber die Beschuldigten können sich mit einem Lügengeflecht geschickt aus der Affäre ziehen. Bellodi, dem stichhaltige Beweise fehlen, wird versetzt. Don Mariano hat gesiegt ...

Der Tag der Eule (DVD)
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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Polizei contra Mafia

Ein klassischer Anti-Mafia-Film von Damiano Damiani, der sich ja öfters mit der Cosa Nostra filmisch auseinander gesetzt hat. Zwei Handlungsstränge verlaufen hier parallel: die Ermittlungen der Polizei unter Capitano Bellodi (totalo coolo Franco Nero) und die Aktivitäten der ‘Ehrenwerten Gesellschaft‘ mit Don Mariano (Lee J. Cobb) an der Spitze. Das geniale an dieser zeitlosen Verarbeitung des Themas ist, dass beide Lager mit speziellen Methoden arbeiten, um zum Ziel zu kommen und sich außerdem, da örtlich gegenüber angesiedelt, mit dem Fernglas beobachten können. Die eine Seite fingiert Geständnisse und Verhaftungen, die andere zahlt Bestechungsgelder. Zwischen den Fronten Rosa (Claudia Cardinale), die von Don Mariano abhängig ist und von der Polizei zur Aussage gedrängt wird. Ihre schauspielerische Leistung grenzt an die der Loren in ihren besten Zeiten. Grandios auch Serge Reggani als Spitzel. Er sitzt zwischen allen Stühlen. Sein Wiederauftauchen nach der Ausgrabung mit dem Korken im Mund vergisst man so schnell nicht.
Dieser sonderbare deutsche Titel enthält die Binsenweisheit der drei Affen oder wie man in Palermo sagt ‘Wer nichts weiß, lebt länger‘. Ironischerweise bezieht sich das aber auf den Boss selber. Interessant auch das lapidare Ende: der lachende Dritte in dieser Auseinandersetzung ist die Politik. Ja, so sind die Verhältnisse nun mal, nicht nur in Italien. Spannend wie das Leben selber.

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