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Bel Antonio

Bel Antonio
Bewertung:
Humor: 40%40%
Action: 10%10%
Spannung: 40%40%
Erotik: 30%30%
Anspruch: 70%70%
Gesamtbewertung:
Sehenswert!
Sehenswert!

Film bewerten
OT: Il Bell'Antonio
(Der schöne Antonio)
Drama
Italien/ Frankreich 1960
Regie: Mauro Bolognini
Buch: Gino Visentini, Pier Paolo Pasolini, Vitalino Brancati (Roman)
Musik: Piero Piccioni
Produzent: Alfredo Bini, Cino Del Duca
Darsteller: Marcello Mastroianni, Claudia Cardinale, Pierre Brasseur, Rina Morelli, Tomas Milian, Fulvia Mammi


Kurzinhalt:
Sizilien in den 60er Jahren: Schon als Kind begeisterte der "schöne Antonio" die Frauen. Herangewachsen, muss nun der schmucke Jüngling die in ihn gesetzten Erwartungen der Damenwelt erfüllen.

Ein Mann, so schön wie Antonio, muss auch als Liebhaber etwas ganz besonderes sein. Doch Antonio hat damit Schwierigkeiten, seinen Ruf als Frauenheld zu beweisen. Auch als er in der Notarstochter Barbara die Frau findet, die er aufrichtig liebt, versagt seine Manneskraft. Zunächst bemerkt Barbara diesen "Mangel" nicht, als die Sache jedoch herauskommt, wird der junge Mann zum Gespött der Gesellschaft. Die Ehe wird annulliert und die bis dahin angesehene Familie Magnano mit ihrer "tauben Nuss" von Sohn mit Verachtung gestraft. Da helfen auch Vater Magnanos Anstrengungen nichts, durch zahlreiche Liebesabenteuer seinerseits den angeschlagenen Ruf der Familie wiederherzustellen...




Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von 8martin

Schande und Impotenz
Der Film stammt zwar aus den 60er Jahren und spielt in Sizilien, hat jedoch nach unserem heutigen Verständnis etwas Patina angesetzt. Die liegt auf den Figuren, nicht auf deren Einstellungen. Er bietet dennoch einen Einblick in eine Gesellschaft, in der die Ehefrauen tief katholisch und die Männer rechte Hallodris sind, die ins Bordell gehen, um ihr Mütchen zu kühlen. Harry Heine hätte über sie gesagt ‘das Frauenzimmer, das schweigend sich zu Bette legt‘ (und alles über sich ergehen lässt). Diese verkarstete Gesellschaft redet nicht darüber, was im Schlafzimmer passiert, aber hat ein Auge drauf, wenn sich nach Jahr und Tag kein Nachwuchs einstellt.
Hier haben der schöne Antonio (Marcello Mastroianni) und Barbara (Claudia Cardinale) geheiratet. Ihm lagen bis dato die Frauen in Rom scharenweise zu Füßen. Doch seit er Barbara kennt liebt er nur sie.
Sehr behutsam führt uns Regisseur Mauro Bolognini an dieses Thema heran. Das soziale Umfeld wird treffend beschrieben – eine Milieustudie. In langen Dialogen wird der Standpunkt der Schwiegerväter (u.a. Pierre Brasseur) dargelegt und der der katholischen Kirche. Die Liebenden kommen kaum zu Wort. Barbaras Ängste und Antonios Verzweiflung halten den Druck der Gesellschaft nicht aus. Der Vorwurf der Impotenz steht im Raum, neben Schande und Familienehre. Die nicht vollzogene Ehe wird mit kirchlichem Segen geschieden. Barbara heiratet einen reichen Adligen und Antonios Dienstmädchens Santuzza (Patriza Bini) wird schwanger. Die Gesellschaft jauchst und frohlocket, Antonio heiratet Santuzza. ‘Innerlich weint er immer noch um Barbara.‘
Eine verklemmte Machogesellschaft zerstört eine große Liebe, die nicht ihren Maßstäben folgt. Das heißt das oberste Ziel einer Ehe sind die Kinder. Diese Ansicht teilen heute nicht mehr sehr viele Menschen. Glück sieht heute wohl anders aus.
Darstellerisch ein Genuss, wenn man den Staub von der Hülle gepustet hat.

📝 geschrieben von Kate

Schöner Film mit tollen Darstellern! Obwohl vor allem das Ende eher traurig ist, fehlt es dem Film nicht an komischen Elementen.

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