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Das Hotel New Hampshire

Das Hotel New Hampshire
Bewertung:
Humor: %%
Action: %%
Spannung: %%
Erotik: %%
Anspruch: %%
Gesamtbewertung:
Sehenswert!
Sehenswert!

OT: The Hotel New Hampshire
Familiensaga
USA 1984
Regie: Tony Richardson
Buch: Tony Richardson
Musik: Raymond Leppard, Jacques Offenbach
Produzent: Neil Hartley, James Beach
Darsteller: Jodie Foster, Beau Bridges, Rob Lowe, Nastassja Kinski, Lisa Banes, Paul McCrane, Jennie Dundas, Seth Green, Richard Jutras, Jade Bari, Matthew Modine, Amanda Plummer, Joely Richardson, Wilford Brimley, Wallace Shawn, Anita Morris, Dorsey Wright


Kurzinhalt:
Student Win Berry (Beau Bridges) jobbt während der Semesterferien in einem exklusiven Hotel an der Küste von Maine, als er die attraktive Mary (Lisa Banes) kennen und lieben lernt. Die beiden heiraten, nachdem der exzentrische Globetrotter Freud (Wallace Shawn) ihnen seinen Tanzbär verkauft hat und nach Wien abgereist ist. Die Erinnerung an die unbeschwerte Zeit im Hotel am Meer lässt die beiden nicht mehr los. Zusammen mit ihren - inzwischen jetzt - fünf Kindern ziehen sie in ein leer stehendes Schulgebäude und machen daraus das einzige Hotel der Stadt: das erste Hotel New Hampshire. In diesem verwunschenen alten Haus wachsen die Kinder allmählich heran: Lilly (Jennifer Dundas) hat vorzeitig aufgehört zu wachsen, Frank (Paul McCrane) stellt fest, dass er homosexuell ist, John (Rob Lowe) hegt für Franny (Jodie Foster) stärkere Gefühle als dies unter Geschwistern üblich ist. Die Gäste bleiben aus, und das Leben scheint sich gegen die Berrys verschworen zu haben. Da kommt ein Brief aus Wien, der alte Freud meldet sich wieder. Seinem Angebot, aus seinem "Gasthof Freud" in Wien ein ganz besonderes Hotel zu machen, kommen die Berrys gerne nach. Nach dem Anschlag eines Anarchisten ist auch dieser Traum ausgeträumt. Erst in den Staaten scheint sich die Vision des Vaters zu verwirklichen: Er kauft das alte Hotel an der Küste von Maine, in dem er seiner Frau vor vielen Jahren begegnete, und macht aus ihm das dritte, das eigentliche Hotel New Hampshire.

Hotel New Hampshire - Limited Collector's Edition
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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Viel Lärm ums Hotel

Regisseur und Drehbuchautor Tony Richardson hat sich aus der prallen Vorlage von John Irving geeignetes Material herausgesucht und einen im Großen und Ganzen recht passablen Film daraus gemacht. Die darin zur Verfügung stehende Auswahl ist riesig: eine Vergewaltigung wird gerächt, es gibt erste Liebeserfahrungen (hetero- und homoerotische) und auch eine sonderbare Defloration ist dabei. Wir sehen bombenwerfende Terroristen, die ’Radikale’ heissen, einen pupsenden Hund, jede Menge skurrile Figuren und einen literarischen Erfolg, der Wohlstand bringt. Dabei geht es Schlag auf Schlag. Gags werden gleichermaßen gefolgt von Slapstickeinlagen und Schockern. Es gibt Katastrophen, menschliche Dramen und viel Situationskomik. Die Dialoge sind unheimlich frech, aber es gibt dazwischen auch besinnliche Szenen, die anrührend sind. Alles in Allem eine abwechslungsreiche Vielfalt von Ereignissen. Die Jungstars von damals(1984) sind heute Filmgrößen von Hollywood (Foster, Lowe, Bridges, Kinski, Modine u.a.). Richardson schlägt uns für eine gewisse Zeit in den Bann seiner temporeichen Story. Doch dann geht ihm in der zweiten Hälfte die Luft aus. Das Ende zieht sich hin, Szene wird an Szene gereiht, man sehnt den Abspann herbei, denn es ist alles gesagt. Und als Rückversicherung erfahren wir am Ende dass ’das Leben ein Märchen’ sei.
Kann man, muss man aber nicht…


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