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Yakuza (1975)

Yakuza (1975)
Bewertung:
Humor: 10%10%
Action: 60%60%
Spannung: 70%70%
Erotik: 10%10%
Anspruch: 40%40%
Gesamtbewertung:
Sehr gut!
Sehr gut!

Film bewerten
OT: The Yakuza (1975)
Thriller
USA/Japan 1975
Regie: Sydney Pollack
Buch: Paul Schrader, Robert Towne
Musik: Dave Grusin
Produzent: Sydney Pollack
Darsteller: Robert Mitchum, Ken Takakura, Brian Keith, Herb Edelman, Richard Jordan, Keiko Kishi, Eiji Okada


Kurzinhalt:
Die Tochter eines in Japan lebenden amerikanischen Geschäftsmann wird entführt. Da seine Machenschaften die Kreise der Yakuza empfindlich stören, soll die Geiselnahme der Tochter der zwielichtigen Amerikaner dazu zwingen, seine Geschäfte aufzugeben. Doch stattdessen lässt er einen Freund aus den USA einfliegen, Harry Kilmer. Harry ist ein ehemaliger GI, der nach dem 2. Weltkrieg in Japan stationiert war und heute Privatdetektiv ist. Mit Hilfe einer japanischen Familie, der er während der Besatzung geholfen hatte, zu überleben, macht er sich auf die Suche nach dem Mädchen.

Eigentlich sollte Lee Marvin den Film unter der Regie von Robert Aldrich machen, doch Marvin wurde von Mitchum ersetzt. Dieser ließ dann Aldrich gegen Pollack auswechseln, welcher kurz in Betracht zog, Robert Redford die Hauptrolle zu geben. Auch Martin Scorsese wollte bei dem Film Regie führen, nachdem er "Hexenkessel" gemacht hatte, die Produzenten bevorzugten jedoch Pollack. Für das Drehbuch wurden damals 300.000 Dollar bezahlt, eine Rekordsumme zu dieser Zeit.

Yakuza (1975) - DVD
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📃 Filmkritiken der User 📃

📝 Filmkritik geschrieben von 8martin

Die kleinen Finger

Sydney Pollacks Film über die japanische Mafia ist ein Klassiker des Genres mit viel Sensibilität für die fernöstliche Mentalität. Eine genial aufgebaute Spannungspyramide gipfelt in einer finalen Auseinandersetzung mit Ballerei und Samurai. Es wird geschossen und mit dem Schwert gekämpft. Hier ist es bemerkenswert, dass auch liebenswerte Freunde auf der Strecke bleiben. Nicht nur die Bösewichter beißen ins Gras.
Zuvor bietet der Streifen emotionalen Tiefgang, der sich durch den ganzen Film zieht und mit zur Erhöhung der Spannung beiträgt, neben einem gekonnten Wechsel von längeren, stille Phasen und brutaler Action.
Was anfangs nur eine Auseinandersetzung ist wegen schief gelaufener Waffengeschäfte und einer damit verbundenen Entführung der Tochter eines Betroffenen (Brian Keith), kommt eine echte menschlich tragische Dimension dazu, als Harry (Robert Mitchum) vermittelnd eingreift. In seiner Vergangenheit hatte er ein Verhältnis mit Eiko (Keiko Kishi). Die Vaterschaft ihrer Tochter bleibt bis nach deren tragischen Tod offen. Ebenso wie Eikos Verhältnis zu ihrem Bruder bzw. Ehemann Ken (Ken Takakura).
Außerdem treibt der Plot auf eine echt japanische Lösung zu. Es geht um Schuld und Sühne, um Verpflichtung und Dankbarkeit und letztlich sogar um den Schmerz, den man anderen, lieben Menschen zugefügt hat, und sich selber keineswegs erspart. Hier kommen die letzten Gliedmaßen des kleinen Fingers ins Spiel.
Nach Hochspannung und menschlichem Leid, einem unmöglichen Happy End ist man etwas traurig, fühlt sich aber gut unterhalten, von all den japanischen Imponderabilien.

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