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Iris (2001)

Iris (2001)
Bewertung:
Humor: %%
Action: %%
Spannung: %%
Erotik: %%
Anspruch: %%
Gesamtbewertung:
Sehr gut!
Sehr gut!

OT: Iris (2001)
(Elegie für Iris)
Drama
USA, Großbritannien 2001
Regie: Richard Eyre
Buch: Richard Eyre, Charles Wood, John Bayley
Musik: James Horner
Produzent: Robert Fox, Scott Rudin, Anthony Minghella
Darsteller: Judi Dench, Jim Broadbent, Kate Winslet, Hugh Bonneville, Penelope Wilton, Samuel West, Timothy West


Kurzinhalt:
Die gefeierte Literatin Iris Murdoch und Literaturkritiker John Bayley bleiben trotz einiger Auf- und Abs zu Beginn ihrer Beziehung ein Paar; im Lauf der Jahre sind sie einander immer näher gekommen. Bis zu einem schicksalhaften Tag im Jahr 1997: Die Ärzte diagnostizieren bei Iris Alzheimer. Doch John ist nicht bereit, die Liebe seines Lebens kampflos aufzugeben.

Judi Dench (als Hauptdarstellerin), Kate Winslet (als Nebendarstellerin) und Jim Broadbent (als Nebendarsteller) waren alle für den oscar nominiert, doch nur Jim Broadbent konnte eine Statue mit nach Haus nehmen.

Iris (2001) - DVD
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📝 Rezension geschrieben von 8martin

'Dame' Iris Murdoch

Richard Eyre hat nicht nur der großen englischen Schriftstellerin ‘Dame‘ Iris Murdoch ein Denkmal gesetzt, er hat auch noch einen einfühlsamen Film über das fortschreitende Stadium der Alzheimerkrankheit gemacht. Vor allen Dingen schildert er aber die Situation eines berühmten intellektuellen Liebespaares ganz menschlich und beinahe auf Tuchfühlung.
Dazu hatte er vier grandiose Schauspieler zur Verfügung. Aufgeteilt in zwei Phasen der Betrachtungsweise stellen Kate Winslet und Hugh-Downtown das jüngere Liebespaar dar und Judi Dench und Jim Broadbent das ältere. Der größere Teil konzentriert sich auf das Ende des Lebens von Iris Murdoch. Und hier geht uns die anrührende Beziehung der beiden Oldies besonders ans Herz und ist zu Recht mit Preisen ausgezeichnet worden.
Von ihrem Werk (Romane, Theaterstücke und Lyrik) kommt besonders der philosophische Aspekt zur Geltung durch Ausschnitte von ihren Vorträgen. Aber auch ihre libertinäre Lebensweise kommt nicht zu kurz. Die fortschreitende Krankheit erkennt man an orthographischen Problemen, Sprechpausen auf Grund von Vergesslichkeit, ein Wissens- und Lese Test bis hin zum totalen Rückzug in ihre eigene Welt. Die hingebungsvolle Pflege durch John Bayley geht besonders unter die Haut, weil endlos geduldig bricht er auch mal zusammen. Es geht über seine Kräfte.
Besonders gelungen ist der unaufdringliche ständige Wechsel von der Studentenliebe zum altehrwürdigen Ehepaar. Hier sind es die gekonnten Schnitte aus den Badeszenen über und unter Wasser: Kate und Judi, die Eindruck machen. Diese Abwechslung von tiefer menschlicher tragischer Dramatik und lebenslustiger, bisexueller jungen Frau macht den eigenen Reiz des Films aus und der bleibt dabei von Anfang bis Ende auf hohem Niveau.

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